Schlagzeilen

Kann das wahr sein? Heute ist mir ein Flyer für Elektroheizungen ins Haus geflattert. Absender WIBO Werk, Zürich, Abteilung Energiesparen! Gehts eigentlich noch?

 

AKW Mühleberg. Das Bundesverwaltungsgericht hat eine Beschwerde von Anwohnern und Atomkraftgegnern gegen die unbefristste Betriebsbewilligung des AKW Mühleberg von 2009 gutgeheissen. Es hegt Sicherheitsbedenken bei Erdbeben, beim Hochwasserschutz und insbesondere auch gegenüber dem rissigen Kernmantel. Das AKW darf vorerst noch bis Juni 2013 betrieben werden, wenn keine umfassende Sanierung gemacht wird. Das Kraftwerk zieht das Urteil ans Bundesgericht weiter.

 
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Legionellenbekämpfung in Leibstadt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Montag, den 05. März 2012 um 19:04 Uhr

Wäli Ende Januar hat das ENSI verfügt (Link zur Verfügung), dass das Kernkraftwerk Leibstadt seine Legionellenplage mit Natriumhypochlorit behandeln darf. Das Bleichmittel soll eine Konzentration von 13% Chlor haben und wird als Biozid eingesetzt. Man verspricht sich davon dass der Erreger, welcher die Legionärskrankheit verursacht, aus dem Kühlwasserkreislauf verschwindet.

Am 9. Mai 1985 ist die Decke des Hallenbads Uster eingestürzt. Das Unglück hat damals 15 Todesopfer gefordert. Ursache dafür war, dass die Stäbe aus Chromnickelstahl, an welchen die Decke aufgehängt waren, wegen des Chlorgases in der Hallenluft und der Feuchte durchgerostet waren. Chlor ist ausserordentlich aggressiv. Deshalb ist der Einsatz von chlorhaltigen Substanzen bei einer hochsensiblen Anlage wie einem Kernkraftwerk zu hinterfragen. Ich habe während vier Wochen eine Untersuchung durchgeführt, die aufzeigt, welch verheerende Wirkung das freiwerdende Chlor hat.


Versuchsanordnung

Bei dieser Versuchsanordnung habe ich ein V4A Stahlblech in Natriumhypochloritlösung (Handelsübliche Konzentration, 6-14%) gestellt und dieser während 30 Tagen darin aufbewahrt. Nach 15 Tagen wurde die verbrauchte Lösung ausgetauscht. In Abständen von 10 Tagen habe ich die Veränderungen dokumentiert. Der Versuch wurde bei 23°C/50%rel Feuchte durchgeführt.


Resultate


Blech vor der Behandlung

Bereits nach 10 Tagen ist zu sehen, dass die NaOCl Lösung das Blech angreift. Besonders an den Rändern ist schon eine deutliche Zerstörung sichtbar.

Nach 20 Tagen ist der Rand deutlich angefressen. Besonders interessant ist jedoch, dass das Stahlblech auf der Oberfläche korrodiert ist. Es ist bereits eine 7 mm grosse Stelle im Blech zerfressen.

 





Nach 30 Tagen ist eine Fläche im Durchmesser von 1.5 cm massiv korrodiert. Auch der Rand weist eine gut sichtbare Zerstörung auf.


Fazit

Die Untersuchung zeigt: Chlor im Direktkontakt mit veredeltem Stahl kann in kurzer Zeit zu massiver Korrosion führen. Die Korrosion wirkt sich auf die Stabilität und die Sicherheit einer Konstruktion aus solchem Material aus.

In Kernkraftwerken werden edle Stähle verbaut. Allerdings dürften gewisse Konstruktionen schon recht alt sein. Der Stahl kann kleinste Unreinheiten oder fehlerhafte Stellen enthalten, welche Angriffsfläche für das Chlor bieten. Besonders kritisch sind Schweissnähte oder Rohrleitungsverbindungen. Eine Korrosion in diesen Bereichen ist nicht auszuschliessen. Die Folgen sind absehbar: Der Kühlwasserkreiskauf kann Schaden nehmen und es kann Kühlwasser austreten. Die Betriebssicherheit der Anlage ist nicht mehr gewährleistet.


Massnahmen

Es ist absolut unverständlich, dass das ENSI einen Chloreinsatz anordnet. Gemäss ENSI soll der Dauereinsatz während fast zwei Jahren stattfinden. Das Risiko, dass diese aggressive Substanz eine Korrosion am Kühlwasserkreislauf verursacht, welche zu einem Sicherheitsproblem im AKW Leibstadt führen könnte, ist gegeben. Die Gefahr ist als relevant einzustufen und aufgrund der Schwere der Auswirkungen müssen sofort Massnahmen getroffen werden.

Die „Desinfektionsaktion“ mit chlorhaltigen Chemikalien muss unverzüglich eingestellt werden. Im Anschluss daran ist der Kühlwasserkreislauf genauestens zu untersuchen, sowohl auf dessen Dichtigkeit, als auch der Zustand im Innern der Leitungen und Behälter. Das ENSI muss seine Desinfektionsstrategie überdenken.


Bericht als Download: Link

Dallenwil, 5. März 2012

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 06. März 2012 um 07:38 Uhr
 
Info Veranstaltung Wolfenschiessen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Dienstag, den 07. Februar 2012 um 21:41 Uhr

Wäli     Zugegeben, meine Erwartungshaltung an den Anlass war relativ gering. Kaum zu glauben, dass dies noch unterboten werden konnte!

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 05. März 2012 um 19:04 Uhr
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Wellenberg in Etappe 2 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Wäli   
Donnerstag, den 01. Dezember 2011 um 16:53 Uhr

Wäli    Der Bundesrat hat die sechs Standorte festgelegt, welche im Sachplan für geologische Tiefenlager aufgenommen werden. Dass der Wellenberg auch mit dabei ist, erstaunt eigentlich nicht, hat doch das Bundesamt für Energie bisher wehement ein Weitertreiben dieses Projekts gefördert.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 20. Januar 2012 um 19:39 Uhr
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Tiefenlager: Oberirdische Bauten PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Wäli   
Freitag, den 20. Januar 2012 um 00:00 Uhr

Bisher wurde von der Atomindustrie und der Nagra kommuniziert, dass während der Bau- und Betriebsphase eines Tiefenlagers zusätzliche Bauten an der Erdoberfläche nötig seien. Was man darin genau macht hat man anscheinend nur einem ausgewählten Kreis von Menschen offengelegt. Heute nun haben die Behörden Stellung zu den Bauten bezogen.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 07. Februar 2012 um 21:41 Uhr
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Fukushima im Oktober 2011 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Wäli   
Sonntag, den 16. Oktober 2011 um 15:28 Uhr

Arbeiten am Kraftwerk

TEPCO (der Kraftwerksbetreiber) glaubt, dass die drei havarierten Reaktoren bald unter Kontrolle sein werden. Die Temperaturen der Kerne sollen bis Ende Jahr unter 100°C absinken. Erst dann kann eine Abschaltung ins Auge gefasst werden, vorausgesetzt die radioaktive Strahlung ist ebenfalls genügend gesunken.

Ob dies wirklich eintrifft ist nicht voraussehbar, insbesondere, weil bisher noch keine Prognose von TEPCO eingetroffen ist. Noch heute entweicht dem Kraftwerk radioaktive Strahlung.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 01. Dezember 2011 um 16:39 Uhr
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